Welcher Schuh-Typ sind Sie?

Sind Sie eher ein Träumer oder ein Weltverbesserer? Ihre Schuhe verraten nämlich unmissverständlich, wie Sie ticken, worauf Sie Wert legen und welche Lebensphilosophie Sie pflegen. Schauen Sie in den Spiegel . . .

Schuhe tragen uns durchs Leben und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kleidung. Sie sind aber viel mehr als das vom Kopf (und Verstand) aus am tiefsten gelegene Element des Outfits. Vor allem Männer haben ein unterentwickeltes Bewusstsein für die Bedeutung von Schuhen, denn Schuhe verraten viel über einen Menschen: Sie können zeigen, wofür wir stehen, und sie drücken unsere Neigungen sowie unseren Geschmack aus. Im Buch «Die Sprache der Schuhe» von Frank Berzbach und Saskia Wragge werden die Geheimnisse über Schuh-Träger und ihre Lebensphilosophien verraten.

Hier sind eine Reihe von typischen Schuhen – und was sie über ihre Trägerschaft verraten.

Chelsea-Boots

Dieser Schuh-Typ ist die «angezogene» Variante des Slippers – schnell rein und raus, je nach Abenteuer, das sich gerade anbietet. Männer mit «Out of bed»-Frisuren, Dreitagebart und Spass am Leben tragen sie zu engen, hochgekrempelten Jeans in der Stadt. Sie setzen auf die freie Liebe und gehen gerne zu Rockkonzerten. Chelsea-Boots gelten auch als Statement für britischen Style, und sie sind eine Bastion gegen die amerikanische Streetwear- und Sneakerkultur.

Ballerinas für Prinzessinnen

Meist sind sie an den zarten Füsschen von Mädchen oder Kindfrauen zu sehen. Der Schuh-Typ, der für die eleganten Füsse von Balletttänzerinnen entwickelt wurde, schmückt heute meist Trägerinnen, welche am liebsten ein Leben lang eine Prinzessin sein möchten. Sie beschäftigen sich gerne mit den schönen Seiten des Lebens und machen einen grossen Bogen um das Wort Emanzipation.

Bugatti für Gentlemen

Der Träger eines «Bugattis» ist meist ein wahrer Gentleman. Er ist erwachsen, intellektuell, hat Manieren und Stil. Männer von Welt tragen ihn. Laut den Autoren des Ratgebers ist der «Bugatti» ein unwiderlegbares Statement guten Geschmacks und männlicher als ein Motorrad, das Inhalieren von Rauch oder der Verzehr von Fleisch.

Ecco-Sandalen für Singles

Das Hässliche wird oft gerechtfertigt mit dem Verweis auf die Funktionalität.» Laut den Autoren sind die Eccosandalen jedoch «weder nützlich noch schön». Obwohl sie Eccosandalen heissen, sind sie für echtes Trekking völlig ungeeignet – und auf Bergwanderungen stellen sie sogar ein Sicherheitsrisiko dar. Wer sie auf dem Campingplatz trägt, bleibt garantiert Single. Ältere Semester tragen dazu kurze Hosen mit weissen Tennissocken, was das Ganze auch nicht besser macht.

«Chucks» für Feige

Der Klassiker unter den Sneakers. Die Chuck Taylor Low, oder kurz Chucks genannt, präsentieren sich wie gewohnt in einem zeitlosen Design und einer erstklassigen Verarbeitung für ein absolut einmaliges Tragegefühl. Die Chucks können zu nahezu jeder Gelegenheit getragen werden und sind bei jeder Performance garantiert ein Blickfang.

Mephistos für Pensionäre

Rentner, Hobby-Orthopäden und Attac-Anhänger tragen diesen bequemen und robusten Schuh gerne zur beigen Funktionshose mit abtrennbaren Beinen oder zur sehr locker sitzenden Jeans. Hergestellt wird der Mephisto in Frankreich in 160 Arbeitsschritten, seine Zielgruppe sind laut den Autoren «kleinbürgerliche und gebildete Pensionäre, die gerne auf Bildungsreise gehen und (noch) gut zu Fuss sind»

«Birkis» für Hipster

Schuhe tragen uns durchs Leben und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kleidung...    «ein Zeichen von Feiheit», da man mit ihm nichts falsch machen kann. ... so unterschiedliche Menschen wie die Birkenstock-Sandale.

Barfussschuhe für Exzentriker 

Leute, die diese Gummiüberzieher in der Stadt tragen, sind Exzentriker, die gerne schockieren und laut den Autoren auch nicht davor zurückschrecken, sich in «unangenehm auffälligen Liegerädern mit hochklappbaren, gelben Sonnenbrillengläsern» in der Öffentlichkeit zu zeigen. «Man sollte öfters barfuss gehen, um auf dem Boden zu bleiben.» Den Autoren ist allerdings schleierhaft, warum jemand versucht, das Barfusslaufen zu optimieren.

Boat Shoes für Träumer

Der klassische Boot-Schuh ist ursprünglich dazu gedacht, ohne Socken an Bord eines Schiffs getragen zu werden. Er soll mit seiner hellen Gummisohle verhindern, dass Striemen an Deck zurückbleiben. Die Imitation dieses nautischen Schuh-Typs drückt die Sehnsucht und den Wunsch des Trägers aus, zur See zu fahren oder wenigstens ein hübsches Boot zu besitzen.

Flip-Flops für Kulturbanausen

Die PVC-Zehenstegsandalen, in deren Material eine antikulturelle und antiästhetische Protesthaltung mit eingegossen ist, sind die umstrittensten Sommerschuhe – manche verehren sie als ultimatives Sommer-Statement, andere verteufeln sie als stillos. Für wieder andere ist sogar strittig, ob man diese Dinger überhaupt als Schuhe bezeichnen darf.

Stiefelette

Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt vom Börsenparkett ans Lagerfeuer. Den geht man am besten in Cowboystiefeln. Die Macho-Treter sind nämlich durchaus salonfähig - aber man muss genau wissen, wie man sie kombiniert.

High-Heels für Nachtschwärmer(innen)

Sie sind beeindruckend, betörend – und die männliche Moral zersetzend. Laut Fachmann Christian Louboutin sind High-Heels jedoch nicht für längere Wegstrecken gemacht: «Wer laufen will, soll Adidas tragen.» In den Metropolen gehört der hochhackige Schuh daher eindeutig zur Nacht.

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